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06 von 11 · Soziales, Gesundheit & Gemeinschaft

Psychische Gesundheit ist Pflicht, nicht Kür

Wir verdoppeln die städtisch geförderten Beratungsangebote für Menschen in psychischen Krisen.

Warum das wichtig ist

Einsamkeit ist eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Psychische Erkrankungen nehmen zu, Therapieplätze fehlen, soziale Infrastruktur wird als „freiwillige Leistung“ gestrichen, sobald der Haushalt klemmt. Das ist falsch: Soziale Infrastruktur ist Daseinsvorsorge – genauso wie Straßen und Schulen.

Was wir fordern

9 Forderungen
6.1Psychische Gesundheit als kommunale PflichtaufgabeOldenburg soll einen kommunalen Beauftragten für psychische Gesundheit einsetzen, der die Angebote koordiniert, Lücken identifiziert und den Ausbau vorantreibt. Wir fordern die Verdopplung der städtisch geförderten Beratungsangebote für Menschen in psychischen Krisen.

Oldenburg soll einen kommunalen Beauftragten für psychische Gesundheit einsetzen, der die Angebote koordiniert, Lücken identifiziert und den Ausbau vorantreibt. Wir fordern die Verdopplung der städtisch geförderten Beratungsangebote für Menschen in psychischen Krisen.

Stadtrat entscheidet
6.2Beratungsangebote sichern und ausbauenBeratung ist das Frühwarnsystem des Sozialstaats – sie wird gestärkt, nicht gestrichen. Konkret heißt das: Die Finanzierung der IBIS-Antidiskriminierungsberatung und des Ernährungsrats wird wiederhergestellt; Schuldner*innen-, Familien- und Suchtberatung werden verlässlich und mehrjährig gefördert, ergänzt um geschlechtsspezifische Suchtangebote. Anonymes Drug-Checking unterstützen wir, sobald der rechtliche Rahmen dafür geschaffen wurde.

Beratung ist das Frühwarnsystem des Sozialstaats – sie wird gestärkt, nicht gestrichen. Konkret heißt das: Die Finanzierung der IBIS-Antidiskriminierungsberatung und des Ernährungsrats wird wiederhergestellt; Schuldner*innen-, Familien- und Suchtberatung werden verlässlich und mehrjährig gefördert, ergänzt um geschlechtsspezifische Suchtangebote. Anonymes Drug-Checking unterstützen wir, sobald der rechtliche Rahmen dafür geschaffen wurde.

Stadt handelt, Land/Bund gefordert
6.3Gute Arbeit in Pflege und VersorgungWenn Stellen im Versorgungs- und Servicebereich gestrichen werden, müssen Pflegekräfte Hol-, Bring- und Hauswirtschaftsdienste zusätzlich schultern – auf Kosten der Zeit am Menschen. Das lehnen wir ab. Als Trägerin des Klinikums kann die Stadt über ihre Gremien direkt auf eine auskömmliche Ausstattung mit Versorgungspersonal hinwirken – diesen Einfluss werden wir nutzen. Wo Land und Kassen zuständig sind (Investitionen, Betriebsfinanzierung), machen wir politischen Druck, statt es bei Zuständigkeitsverweisen zu belassen.

Wenn Stellen im Versorgungs- und Servicebereich gestrichen werden, müssen Pflegekräfte Hol-, Bring- und Hauswirtschaftsdienste zusätzlich schultern – auf Kosten der Zeit am Menschen. Das lehnen wir ab. Als Trägerin des Klinikums kann die Stadt über ihre Gremien direkt auf eine auskömmliche Ausstattung mit Versorgungspersonal hinwirken – diesen Einfluss werden wir nutzen. Wo Land und Kassen zuständig sind (Investitionen, Betriebsfinanzierung), machen wir politischen Druck, statt es bei Zuständigkeitsverweisen zu belassen.

Stadt handelt, Land/Bund gefordert
6.4Orte der Begegnung in jedem StadtteilWir fördern niedrigschwellige Begegnungsräume – Nachbarschaftscafés, Mehrgenerationenhäuser, Quartierstreffs – in allen Stadtteilen. Diese Orte sind Gegenmittel gegen Einsamkeit und stärken den sozialen Zusammenhalt.

Wir fördern niedrigschwellige Begegnungsräume – Nachbarschaftscafés, Mehrgenerationenhäuser, Quartierstreffs – in allen Stadtteilen. Diese Orte sind Gegenmittel gegen Einsamkeit und stärken den sozialen Zusammenhalt.

Stadtrat entscheidet
6.5Housing First für obdachlose MenschenWir befürworten den Housing-First-Ansatz: Dauerhafte Unterkunft ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Hilfsangebote. Keine Person in Oldenburg soll auf der Straße schlafen müssen. Wir fordern eine eigenständige städtische Strategie zur Überwindung von Wohnungslosigkeit bis 2030.

Wir befürworten den Housing-First-Ansatz: Dauerhafte Unterkunft ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Hilfsangebote. Keine Person in Oldenburg soll auf der Straße schlafen müssen. Wir fordern eine eigenständige städtische Strategie zur Überwindung von Wohnungslosigkeit bis 2030.

Stadtrat entscheidet
6.6Ehrenamt entbürokratisierenOldenburger Vereine und Initiativen leisten unverzichtbare Arbeit. Wir fordern: Vereinfachte Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen, niedrigschwellige Förderanträge, eine städtische Koordinationsstelle für Ehrenamt und eine Plattform, die Freiwillige mit Projekten zusammenbringt.

Oldenburger Vereine und Initiativen leisten unverzichtbare Arbeit. Wir fordern: Vereinfachte Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen, niedrigschwellige Förderanträge, eine städtische Koordinationsstelle für Ehrenamt und eine Plattform, die Freiwillige mit Projekten zusammenbringt.

Stadtrat entscheidet
6.7Gleichstellung aktiv lebenWir fordern einen kommunalen Aktionsplan gegen die Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst Oldenburgs, ausreichend finanzierte Frauenhäuser und Beratungsstellen sowie kostenlose Hygieneprodukte in allen städtischen Schulen, öffentlichen Gebäuden und der Universität.

Wir fordern einen kommunalen Aktionsplan gegen die Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst Oldenburgs, ausreichend finanzierte Frauenhäuser und Beratungsstellen sowie kostenlose Hygieneprodukte in allen städtischen Schulen, öffentlichen Gebäuden und der Universität.

Stadt handelt, Land/Bund gefordert
6.8Queeres Leben sichtbar schützenOldenburg ist eine vielfältige Stadt. Wir unterstützen queeres Leben sichtbar: durch Schutz vor Queerfeindlichkeit im öffentlichen Raum, verlässliche Förderung queerer Beratungs- und Jugendangebote sowie des Christopher Street Days und eine diskriminierungssensible Verwaltung, in der sich alle Menschen unabhängig von geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung wiederfinden.

Oldenburg ist eine vielfältige Stadt. Wir unterstützen queeres Leben sichtbar: durch Schutz vor Queerfeindlichkeit im öffentlichen Raum, verlässliche Förderung queerer Beratungs- und Jugendangebote sowie des Christopher Street Days und eine diskriminierungssensible Verwaltung, in der sich alle Menschen unabhängig von geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung wiederfinden.

Stadtrat entscheidet
6.9Inklusion in der StadtplanungMenschen mit Behinderungen werden von Beginn an in städtische Planungsprozesse einbezogen – nicht als Betroffene, sondern als Expert*innen in eigener Sache. Wir fordern einen Inklusionsbeirat mit echten Mitgestaltungsrechten.

Menschen mit Behinderungen werden von Beginn an in städtische Planungsprozesse einbezogen – nicht als Betroffene, sondern als Expert*innen in eigener Sache. Wir fordern einen Inklusionsbeirat mit echten Mitgestaltungsrechten.

Stadtrat entscheidet